fbpx

Smart bewerben mit Künstlicher Intelligenz

Immer häufiger hört man vom KI-Trend im Recruiting – Künstliche Intelligenz sortiert Lebensläufe aus oder führt sogar Bewerbungsgespräche. Aber wie sieht es auf der anderen Seite aus, können Jobsuchende KI für bessere und schnellere Bewerbungen nutzen? Wir sind dem Trend auf den Grund gegangen und stellen die besten KI-Tools für smarte Bewerber vor.

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

Die Technologien hinter KI sind dem menschlichen Gehirn nachempfunden, das stetig durch Fehler und Erfahrung dazulernt. Diese Fähigkeit von Maschinen, selbstständig zu lernen, wird auch Machine Learning (ML) genannt. Das System wird kontinuierlich mit großen Datenmengen gespeist, die es nach bestimmten Algorithmen analysiert, um typische Muster zu finden und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Wo wird Künstliche Intelligenz bereits eingesetzt?

Überall dort, wo automatisierte Empfehlungen auf Basis des Nutzerverhaltens entstehen, arbeitet Künstliche Intelligenz im Hintergrund. Sei es die Kaufempfehlung im Onlineshop oder die optimale Verkehrsroute laut Navigations-App. Auch im professionellen Umfeld helfen KI-Technologien, Prozesse effizienter und umfassender zu gestalten – etwa in der Analyse von Krankheitsbildern zur Frühprävention oder im Risikomanagement von Banken und Versicherungen.

KI als Zukunftshoffnung im Recruiting

In Zeiten von Fachkräftemangel und Jobwechseltrends holen sich immer mehr Personaler KI-Unterstützung:

  • Beim Erstellen und Optimieren von Stellenanzeigen
  • Als Chatbot für häufige Fragen auf der Karriereseite
  • Bei der Online Suche nach Bewerberprofilen
  • Für das Ranken und Aussortieren geeigneter Kandidaten
  • In der Analyse von Lebensläufen und Motivationsschreiben
  • Im Führen eines digitalen Erstgesprächs per Chat oder Video

Vom Trendwort “Robot Recruiting” oder einem vollautomatisierten Bewerbungsprozess sind Unternehmen hierzulande noch weit entfernt, auf Seiten der Bewerber scheint die Offenheit größer zu sein – laut einer aktuellen Umfrage von Index Research stehen 65 Prozent der Jobsuchenden KI-gestützten Verfahren wie Job Matching, Chatbots oder Online-Tests positiv gegenüber.

So nutzen Sie KI in Ihrer Bewerbung

Für Bewerber ergibt sich beim KI-Trend im Recruiting eine logische Gegenfrage – können die Tools, die Personalern ihre Arbeit erleichtern, ebenso bei der Jobsuche genutzt werden?

Tatsächlich können Jobsuchende viel von Recruiting-KIs lernen, darüber hinaus entstehen zunehmend Tools und Apps, die Bewerber als Zielgruppe haben.

Punktgenaue Lebensläufe mit KI erstellen

Ein übersichtlicher, korrekter und aktueller Lebenslauf ist das Herzstück jeder erfolgreichen Bewerbung. Recruiter nutzen etwa CV-Parsing, um Lebensläufe nach relevanten Keywords zu durchsuchen und zu sortieren (Ausbildung, Berufserfahrung im selben Bereich etc.).

Bewerber können nach demselben Prinzip Schlagworte im eigenen Lebenslauf mit den Anforderungen der Stelle oder Branche vergleichen und danach optimieren. Weiters können Analyse-Tools den direkten Vergleich zu einer Datenbank von professionellen CVs herstellen und Verbesserungsempfehlungen geben.

Neben solchen “Lebenslauf-Checkern” existieren Apps, die Lebensläufe anhand der eingegebenen Daten automatisch generieren und Formulierungen für bestimmte Berufsbereiche vorschlagen. Der Vorteil: die besten CV-Vorlagen aus dem Internet sind bereits integriert.

Jobmatching – Jobvorschläge, die zu Ihnen passen

Den Begriff des Matchings kennt man bereits von Dating-Apps, die Nutzer auf Basis von ausgefüllten Fragebögen “verkuppeln”. Ähnliche Algorithmen sind Teil von professionellen Bewerbermanagement-Systemen – auch hier werden Job- und Bewerber-Profile je nach Übereinstimmung gereiht und empfohlen. Bewerbern greifen Jobmatching-Seiten oder Apps etwa beim effizienten Durchkämmen von Jobanzeigen im Internet unter die Arme.

Per “Autonomous Matching” können passive Kandidaten die Maschine auf Grundlage Ihres Online Jobprofils automatisch nach passenden Stellen und Firmen suchen lassen. Jobvermittlungsseiten im Internet arbeiten zudem verstärkt mit “Conversational AI”, die ähnlich wie ein Chatbot funktioniert, jedoch im Gespräch mit Bewerbern individuell bei der Wahl des richtigen Berufs beraten kann.

Wie gut ist der Bewerbungstext aus Roboterhand?

Ein Bereich, den KI seit Kurzem medienwirksam erobert, ist die Erstellung von Texten. Von der wissenschaftlichen Facharbeit bis zum Werbeslogan – nach der Eingabe von ein paar Eckdaten wie Genre, Stil und Inhalt-Keywords erstellen Generatoren wie ChatGPT oder Rytr in Sekundenschnelle Texte, die wirken, als seien sie von Menschen geschrieben worden.

Einige Recruiter und Journalisten haben diese Tools bereits auf ihre Tauglichkeit für automatisierte Motivationsschreiben geprüft, mit ähnlichen Ergebnissen: Die Texte sind qualitativ so gut, dass sie teils eine erste Sichtung bestehen, beim näheren Prüfen fehlen jedoch die inhaltliche Tiefe, individuelle Details und schlicht die “persönliche” Note. Als Inspiration bei Schreibblockaden oder zum Erstellen solider Vorlage für Motivationsschreiben ist die Nutzung von Textgeneratoren sicherlich hilfreich.

KI für die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche

Ein Bereich, der zurzeit vorangetrieben wird, ist die Entwicklung von KI zur Analyse von Bewerbungsgesprächen und zum Simulieren von Interviews. Es existieren etwa Videoanalyse-Tools, die auf Grundlage von Mimik und Ton gewisse Soft Skills wie Kommunikationsstärke und Offenheit beurteilen. Googles “Interview Warmup” simuliert per Audio oder Text ein Gespräch für bestimmte Jobprofile im eigenen Unternehmen.

Die besten KI-Tools für Ihre Bewerbung

Welche KI-Apps oder Anwendungen gehören nun in den Werkzeugkoffer cleverer Bewerber?

8vance “Jobliebe”

Jobmatching auf hohem Niveau: Talent Matching Plattform mit Lebenslaufanalyse, Persönlichkeitstest und Karriereberatung.

iApply und LazyApply

Der Bewerbungsroboter: iApply übernimmt nach ein paar Eingaben zu Anforderungen, Interessen und CV-Material automatisch die Bewerbung, sobald eine passende Stelle ausgeschrieben wird. Ähnlich funktioniert die Browser-Erweiterung LazyApply, die anhand Ihres LinkedIn Profils über 100 Bewerbungen pro Tag an potenzielle Arbeitgeber schickt.

Resoume, Rezi, Hiration

Lebenslauf auf Knopfdruck: Die Web-App Resoume erstellt auf Basis Ihres LinkedIn-Profils einen perfekte aufgebauten Lebenslauf mit individuell wählbarem Design und führt eine CV-Analyse durch. Bei Rezi müssen Sie Information manuell eingeben, bekommen dafür aber passende Formulierungen und Keywords für die individuelle Stelle und Branche. Wählen Sie die App Hiration, wenn Sie Ihren vorhandenen Lebenslauf oder auch das Anschreiben analysieren und optimieren wollen.

ChatGPT

Die digitale Textrevolution: Dieser AI-Chatbot kann bereits mit einer simplen Anfrage solide Texte erstellen, je mehr Details Sie in die Anfrage packen, umso präziser wird der Text. Gut nutzbar als Vorlage und Inspiration.

Grammarly, Hemingway, LanguageTool

Die Textchecker: Die Browser-Erweiterungen Grammarly und LanguageTool überprüfen automatisch Ihre Eingaben in Online-Jobformularen oder auch Motivationsschreiben und geben Korrekturvorschläge. Die Hemingway-App konzentriert sich darauf, Texte nach dem Prinzip “prägnant, leserlich und aktiv” zu optimieren.

Fazit: Auch KI in der Bewerbung braucht Köpfchen

Künstliche Intelligenz kam ursprünglich zum Einsatz, um repetitive Aufgaben zu automatisieren und die Arbeit so effizienter zu gestalten. Auch bei Bewerbungsprozessen können Sie sich mithilfe von KI manuelle Tasks wie das Eingeben von CV-Daten in Online-Formulare oder das Durchforsten von Jobangeboten ersparen. Dank des Zugangs zu großen Datenmengen erhalten Sie Angebote oder Verbesserungsvorschläge, die Sie selbstständig schwer bekommen hätten.

Künstliche Intelligenz nutzen bedeutet allerdings nicht, den eigenen Kopf bei der Bewerbung ausschalten zu können. Denn egal, wie gut trainiert die KI ist, kommt sie irgendwann an ihre Grenzen – zum Beispiel dann, wenn die KI-App nicht am neuesten Wissensstand ist oder vom Nutzer zu wenig Information erhalten hat. So gelangen veraltete oder falsche Informationen in den Lebenslauf und es entstehen Motivationsschreiben, die zwar richtig klingen, aber inhaltlich wenig Sinn ergeben.

Gute und erfolgreiche Bewerbungen brauchen menschliches Beurteilungsvermögen und individuellen Charakter, nutzen Sie KI bei komplexen Aufgaben daher nur als Unterstützung und Überprüfung.

Weitere interessante Blogbeiträge

29.09.2023

Zukunft der Weiterbildung: Microlearning & Mobile Learning

In einer Zeit, in der lebenslanges Lernen nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern ein Muss ist, stellt sich für Führungskräfte und Mitarbeiter eine drängende Frage: Wie kann Lernen effektiver und flexibler gestaltet werden? In unserer schnelllebigen Arbeitswelt, in der Wandel die einzige Konstante ist und hohe Anforderungen an der Tagesordnung stehen, ist diese Frage aktueller denn je – und verlangt nach modernen Antworten, die dem technologischen Wandel und einer immer agileren Arbeitswelt Rechnung tragen.

Hier rücken Microlearning und Mobile Learning als Schlüsseltrends der Weiterbildungslandschaft ins Rampenlicht. Microlearning konzentriert sich auf knackige Lernmodule, die in der Regel weniger als 20 Minuten dauern und gezielt auf ein Lernziel ausgerichtet sind. Mobile Learning wiederum ermöglicht den Zugriff auf Lernmaterialien via Smartphone, Tablet oder Laptop und damit das Lernen praktisch überall und jederzeit. Beide Ansätze zielen darauf ab, das Lernen effizienter, flexibler und individueller zu gestalten.

Mehr Lesen
21.08.2023

Nachhaltigkeit in der digitalen Arbeitswelt

Nachhaltigkeit und die Arbeitswelt gehen Hand in Hand, denn Unternehmen haben großen Einfluss darauf, wie sich die Umwelt und Gesellschaft zukünftig entwickeln werden. Doch wie entwickelt sich das Nachhaltigkeitskonzept in einer zunehmend digitalisierten beruflichen Umgebung?

Mehr Lesen
20.07.2023

Auswirkungen von KI auf die Work-Life-Balance

Seit der Veröffentlichung des Texterstellungsprogramms ChatGPT ist vielen Unternehmern klar geworden, wie viel künstliche Intelligenz heute bereits leisten kann. Jüngste Studien haben erwiesen, dass der KI-Einsatz im Beruf nicht wie befürchtet Jobs bedroht oder technisiert, sondern zu einer zufriedeneren, produktiveren Belegschaft führen. Wir zeigen, wie Sie mit KI die Work-Life-Balance der Mitarbeiter verbessern können und gleichzeitig den Unternehmenserfolg steigern.

Mehr Lesen
26.06.2023

Der Weg zum agilen Erfolg: Die besten Projektmanagement-Tools im Überblick

In unserer sich rasant wandelnden Welt, in der sich Unternehmen fortlaufend anpassen müssen, avanciert Agilität zu einem unverzichtbaren Wettbewerbsvorteil. Die agile Arbeitsweise hat sich als Schlüssel zum Erfolg etabliert, um den Herausforderungen des modernen Arbeitsumfelds zu begegnen: Sie ermöglicht Flexibilität, Effizienz, hochgradiges Teamwork, Kundenorientierung und bahnbrechende Innovationen.

Mehr Lesen
22.05.2023

Die Zukunft des Arbeitsplatzes: Automatisierung und KI revolutionieren die Arbeitswelt

In einer Welt des rasanten technologischen Fortschritts steht die Arbeitswelt vor einem beispiellosen Wandel. Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) sind die treibenden Kräfte hinter diesem Wandel und werden die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Zukunft des Arbeitsplatzes und untersuchen, wie Automatisierung und KI die Arbeitswelt verändern, welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind und wie sich Unternehmen und Arbeitnehmer auf diese neue Realität vorbereiten können.

Mehr Lesen
08.05.2023

Digitale Nomaden: Freiheit und Flexibilität in der Arbeitswelt von heute

In einer Welt, in der Technologie und Innovation rasant zunehmen, verändern sich auch die Arbeitsmodelle. Die traditionelle Vorstellung von 9-to-5-Jobs und festen Arbeitsplätzen wird zunehmend von flexibleren und ortsunabhängigen Modellen abgelöst.

Einer dieser neuen Trends ist das Leben als digitaler Nomade, das Freiheit und Flexibilität bietet und immer mehr Menschen dazu inspiriert, ihre Koffer zu packen und sich auf das Abenteuer des ortsunabhängigen Arbeitens einzulassen.

Mehr Lesen
30.03.2023

Mythos All-In-Vertrag – Talentra klärt auf

Beim Begriff All-Inklusive denken die meisten an Urlaubsclubs und inkludierte Verpflegung ohne zusätzliche Kosten. In der Arbeitswelt versprechen All-In-Verträge ähnliche Vorteile: Sie erhalten ein Pauschalgehalt, das Überstunden bereits inkludiert – egal, wie wenige oder viele Mehrstunden Sie tatsächlich leisten. Oder tappen Arbeitnehmer bei All-In-Klauseln in einen Teufelskreis aus unbezahlter Mehrarbeit und Überstundenpflicht? Wir räumen mit Mythen rund um All-In-Verträge auf und halten die wichtigsten Fakten bereit.

Mehr Lesen
15.03.2023

Smartes Bewerben von A bis Z

Bewerbungen nehmen viel Zeit in Anspruch, egal, wie oft man bereits auf Jobsuche war. Smarte Bewerber konzentrieren sich auf das Wesentliche und nutzen hilfreiche Tools, um Zeit und Energie zu sparen. In unserem Lexikon finden Sie die wichtigsten Basics, Trends und Tipps für die optimale Bewerbung – von A wie Ansprechpartner bis Z wie Zukunft des Bewerbens.

Mehr Lesen
Back to top